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In der Klinik Angermühle war der Dokumentationsaufwand im Alltag ein spürbarer Belastungsfaktor: Im Sekretariat fielen oft Überstunden an, und Arztbriefe gingen teilweise verspätet raus – besonders dann, wenn Krankheitsausfälle oder Urlaubszeiten dazukamen.
Frühere Erfahrungen mit Spracherkennung hatten in der Transkriptionsqualität nicht überzeugt. Entsprechend hoch waren zunächst die Vorbehalte im Kollegenkreis.
Die Bedenken, Dragon Medical One könnte mit der schnellen, oft undeutlichen und teils bayerisch eingefärbten Aussprache einzelner Ärzte nicht zurechtkommen, konnten schon im ersten Live-Test vor Ort ausgeräumt werden. Inzwischen zeigt sich zudem: Auch bei international ausgebildeten Ärzten und unterschiedlichen Akzenten funktioniert die Software sehr gut.
Ein wichtiger Erfolgsfaktor im Veränderungsprozess war, dass die Mitarbeitenden von Anfang an transparent einbezogen wurden. Gemeinsam mit Grundig wurden Live-Sessions angeboten, in denen die Software direkt getestet werden konnte. So konnten Vorbehalte frühzeitig abgebaut und Erfahrungen im praktischen Einsatz gesammelt werden.
Inzwischen ist die Spracherkennung flächendeckend eingeführt. Hauptnutzer sind vor allem Ärzte im MVZ sowie Therapeuten in der Tagesklinik. Neu hinzugekommen ist auch die Pflege, die inzwischen ebenfalls Lizenzen für die Dokumentation erhalten hat und die Lösung als enorme Entlastung erlebt. Diktiert werden neben der Patientendokumentation auch Gutachten sowie Arztberichte. Praktisch ist aus Sicht der Klinik, dass sich die Lösung überall verwenden lässt, wo der Cursor steht, u. a. auch in Outlook. So wird die Spracherkennung auch für interne E-Mails genutzt.
Die Implementierung verlief unkompliziert: Schulungen wurden aufgezeichnet und stehen dauerhaft zur Verfügung. Besonders geschätzt wurden die kurzen Reaktionszeiten und die persönliche Betreuung während der Einführungsphase.
Schon kurz nach dem Rollout zeigte sich eine Entlastung im Sekretariat: Überstunden fielen weg, und eine Schreibkraft konnte ihre gewünschte Arbeitszeitreduzierung endlich umsetzen. Die Rolle der Schreibkräfte bleibt dabei bestehen – sie übernehmen weiterhin Korrektur, Fertigstellung und Formatierung, während das medizinische Fachpersonal sich auf die Inhalte des Diktats konzentrieren können.
Für die Klinik bedeutet die Spracherkennung aber mehr als nur Zeitersparnis: Schnellere Arztbriefe verbessern das Image gegenüber Zuweisern und Patienten. Gleichzeitig entsteht perspektivisch mehr Raum für wertschöpfende Tätigkeiten – nämlich in der direkten Patientenversorgung.

Simone Fuchs, Leitung Personal, Finanzen und Controlling
Die Klinik Angermühle ist eine psychosomatische Akutklinik im niederbayerischen Deggendorf mit Tagesklinik sowie weiteren Angeboten wie Schlaflabor, Ergotherapie und Testpsychologie.